Nur so ein kleiner Rant nebenbei …

Gestern habe ich mich – weil ich die Idee gut finde und ich mir das Projekt näher anschauen wollte – bei foodsharing.de angemeldet …

Dass mir auf einer Seite, die von vorwiegend jungen Menschen betrieben wird, Gendersternchen u.ä. Sprachzerstörung nicht erspart bleiben, war zu erwarten, aber warum werde ich bei der Profilerstellung gefragt, ob ich männlich, weiblich oder keine Angabe bin, um denen die Anrede zu erleichtern und werde danach so angeredet?

genderscheiß

Ich möchte generell nicht mit einem Gendersternchen angesprochen werden und schon gar nicht, wenn ich vorher – wegen gerade der Anrede – mein Geschlecht als weiblich angegeben habe.

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7 Gedanken zu “Nur so ein kleiner Rant nebenbei …

  1. Hört sich nach einer durchdachten Sache an *läster*. 😉

    Es ist ja gut gemeint, dass sich jeder in der Anrede wiederfinden können sollte, aber ich muss oft genug Gesetze und Vorschriften lesen, die so „zu Tode gegendert“ wurden, dass man schon Probleme hat, den Inhalt zu erfassen und bin schnell von sowas genervt. Ich halte mich meistens an die männliche Form (siehe oben „jeder“), auch wenn das doch immer mal wieder auf Kritik stößt. Weiß ich, dass es sich um eine Frau handelt, ist das Gender-Sternchen oder die männliche Form einfach doof und ein guter Grund für einen Rant.

    LG Gabi

    • Gendersternchen und BinnenIs und was es noch so alles gibt, sind meiner Meinung nach auch völlig unproduktiv, wenn wir auch alle Inklusion machen sollen – ich kann mir vorstellen, dass Blinde mit Übersetzungsprogrammen Probleme haben, Deutschlerner, Leute mit Lese-/Schreibschwäche etc pp, da könnt ich noch lang rumranten 🙂 und hässlich ist das Zeug auch …

      • Urgh … noch so ein Reizthema. Es gibt ja tatsächlich Leute, die andere angreifen, weil sie Inklusion für alle nicht für selbstverständlich halten. Ich warte schon darauf, dass bei meinem Blog bemeckert wird, dass ich unten rechts keine Gebärdendolmetscherin eingeblendet habe und keine englische Übersetzung für die deutschen Rezis zu englischsprachigen Büchern anbiete 😉 Oder vielleicht noch ne türkische Version.
        Ich bin nicht behindertenfeindlich oder versuche bewusst, jemanden auszuschließen, aber man kann sich eben auch nicht nach jedem Bedürfnis aller Menschen richten. Wie Du schon sagst, irgend jemand findet immer einen Grund zu meckern.
        Und ein bisschen Entspannung bei diesen Themen täte vielen gut 🙂

  2. Danke, liebe Gabi, wir verstehen uns 🙂 zum Glück bin ich (wieder) ein kleines Licht in der Blogosphere und bei mir wird sich sicher keiner einen eingeblendeten Gebärdendolmetscher wünschen (darf man die überhaupt noch so nennen?), aber ich hab grad Zeit, da könnt ich zu viel Böses (für manche) schreiben, vor allem wenn es um die Veränderung der Sprache geht.

  3. Eigentlich seid Ihr hier aber auch recht unentspannt…Ihr wollt keine Einmischung und nicht, dass es jemand doof findet, dass Ihr zu wenig Wert auf Inklusion legen könntet und echauffiert Euch gleichzeitig über die Inklusions-/Gleichstellungspraxis anderer. Interessant…*scnr*

  4. Was ich nicht verstehe: Einerseits will man Inklusion, was ja gut ist, andererseits diskriminiert man Menschen rein aus ideologischen Gründen. Wie Dani schon angemerkt hat, diskriminiert Genderschreibweise eine Vielzahl von Menschen. Menschen, die auf Vorleseprogramme angewiesen sind. Wie soll ein Blinder oder Sehbehinderter den Fluss eines Textes verstehen, wenn das Vorleseprogramm „jedesternchener“ von sich gibt? Warum diskriminiert man Menschen mit Schreib-Leseschwäche, die schon Probleme genug haben, Texte in korrektem Deutsch zu verstehen? Warum diskriminiert man all die Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben? Wie soll man denen erklären, dass da jemand aus ideologischen Gründen sachlich falsches Deutsch schreibt? Und das dann nicht mal konsequent. Die einen machen Unterstriche, die anderen Sternchen, die nächsten Schrägstriche, wieder andere benutzen einfach Großbuchstaben mitten im Text und wieder andere kommen auf noch dümmere Ideen. Und nur, weil sie nicht begreifen, dass diese angeblich maskulinen Worte nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Ein Mensch ist ein Mensch, egal welches Geschlecht er hat. Da braucht man nicht „Mensch*_In“ oder was weiß ich sonst noch zu schreiben.

    Wem andere Menschen so egal sind, dass er sie eiskalt diskriminiert wie das die Genderschreibbefürworter tun, hat in meinen Augen jedes Recht verloren, das Wort „Inklusion“ zu benutzen.

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