Rainbow Rowell, Eleanor & Park

Eleanor and Park[Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park.

Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden.

Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann. ]

Ich erinnere mich, dass ich Eleanor & Park schon vor längerer Zeit lesen wollte, das Buch aber wieder aus den Augen verloren hatte, bis es neulich mal wieder auf einer Empfehlungsliste auftauchte. Und das war wirklich eine sehr gute Empfehlung, denn der Roman war eines der besten Jugendbücher, die ich seit langem gelesen habe.

Rainbow Rowell erzählt eine bittersüße Geschichte über die erste Liebe zwischen zwei jugendlichen Außenseitern, Familienprobleme, Mobbing, die 80er Jahre, Mixed Tapes und Comics. Dass hätte gut schief gehen können – klischeehafte Stories über Teenagerliebe gibt es genug – doch die Autorin schreibt in einem zurückhaltenden sympathischen Stil und erzählt eine im Grunde kleine Geschichte ganz groß.

Durch die wechselnden Perspektiven lernt der Leser die beiden Hauptfiguren nach und nach kennen und verstehen, bekommt Einblick in ihre ganz persönlichen Sorgen, Ängste und Nöte. Besonders Eleanors familiäre Situation sollte eigentlich jedem klar werden lassen, warum sie in manchen Situationen „seltsam“ reagiert.

Und auch wenn es genug schwerwiegende Probleme zu erzählen gibt, Rainbow Rowells Erzählstil schafft eine hoffnungsvolle, positive Grundstimmung – das sehen einige Rezensenten anders, aber ich fühlte mich in keinem Moment deprimiert.

Eleanor & Park  mit den Attributen „romantisch“ und „süß“ zu versehen, wie es vielfach geschieht,  rückt das Buch imho jedoch auch in ein komplett falsches Licht. Es ist eine anrührende Geschichte, schön und schnörkellos erzählt – schlichtweg eines der Bücher, bei denen man traurig ist, wenn die letzte Seite erreicht ist.

Mit fünf von fünf Lesesternen und den besten Empfehlungen.

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