Karin Slaughter, Belladonna

[Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch die Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants.

Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Alle Versuche, die beliebte College-Professorin zu retten, bleiben vergeblich. Bei der Autopsie muss Sara feststellen, dass Sybil auf grauenhafte Weise vergewaltigt wurde.

Dass Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Sara ist fassungslos …]

Was für ein Name für eine Autorin. Aber Karin Slaughter macht ihm alle Ehre und präsentiert einen grausamen Thriller, bei dem das Blut nicht zu knapp fließt.

Der Roman will nicht nur Thriller sein, sondern auch die Südstaatenmentalität porträtieren – geglückt ist dabei nichts so richtig. Zwar tropft – wie schon erwähnt – das Blut aus jeder zweiten Seite, aber das macht noch lange keinen guten Krimi aus:

Zu schnell weiß der Leser, wer der Mörder ist. Zu weit herbeigeholt scheint das Rachemotiv. Zu sehr erinnert das ganze Konstrukt an Tess Gerritsens „Die Chirurgin“.

Zudem bin ich doch immer wieder überrascht, wie viel Sadismus vor allem bei weiblichen Kriminalautoren in die Bücher einfließt. Nun bin ich bestimmt nicht zimperlich, aber wenn man schon einen Psychopathen erschafft, der Frauen auf brutalste Weise vergewaltigt und tötet, sollte man eine etwas bessere Erklärung liefern, als es Frau Slaughter tut.

Mittelmäßige Unterhaltung mit einem negativen Beigeschmack.

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