Meine erste Leserunde: Golem und Dschinn von Helene Wecker

In den Fingern hat es mich schon öfter gejuckt, wenn LovelyBooks und ein Verlag oder Autor Bücher zum Testlesen zur Verfügung stellt. Was mich allerdings bisher immer von einer Bewerbung abgehalten hat, sind die damit verbundenen Leserunden. Dieses Mal hat die Verlockung gesiegt – es gab Helene Weckers Debüt Golem und Dschinn, das am 16. August 13 bei Hoffmann und Campe erscheinen wird, als Leseexemplar und dieser New York-Roman der besonderen Art hat mich doch sehr interessiert. Außerdem habe ich Sommerferien, somit Zeit für ein paar Beiträge zu den Leseeindrücken und es gibt keine – für mich etwas eigenartigen – Aufgaben zu erfüllen wie zum Beispiel „Schreib einen Brief an den Hauptcharakter“ …

Nichtsdestotrotz gibt es auf der Leserunden-Liste eine meiner „Lieblingsfragen“, nämlich „Wie gefällt euch das Cover?“, zu beantworten. In diesem Fall ist es nachvollziehbar, da der Verlag eventuell wissen möchte, wie das gewählte Umschlagbild ankommt, im Normalfall beschäftige ich mich aber nicht nachdrücklich mit der Covergestaltung, außer sie ist wirklich ungewöhnlich. Nun also – ausnahmsweise – ein paar Gedanken zur Außenansicht:

Ich habe gewartet, bis ich das Buch selbst ansehen und anfassen konnte und war schon im Vorfeld sehr zufrieden, dass wir weder Blümchen noch irgendwelche Fantasyfiguren auf dem Cover bekommen haben.

Nach dem haptischen Kontakt war ich auch glücklich darüber, dass sich der Verlag nicht auf irgendwelche Prägungen oder Versamtungen oder sonstwelche komischen Kunstformen eingelassen hat, sondern eine eher schlichte Aufmachung – mit Foto zum Zeitbezug, ansonsten zurückgehaltene Gold/Silber und Grautöne – gewählt hat, die mit dem Lichteffekt ein bisschen auf das Fantasy-Element des Romans hinweist. „Magischer Realismus“ war das erste Schlagwort, das mir dazu eingefallen ist und in dieses Genre lässt sich das Buch wunderbar einordnen.

Soweit ich weiß und soweit ich selbst schon gelesen habe (schon mehr als die Hälfte und ich werde mich auch demnächst zu den einzelnen Kapiteln äußern, aber ich verschaffe mir gern erst einen Gesamtüberblick), ist der Roman keine actionbepackte (YA-) Urban-Fantasy oder gar Love Story für die frustrierte Hausfrau, sondern eine Geschichte über das New York um die Jahrhundertwende bzw. eine Story über Einwanderer aus zwei Kulturkreisen (wenn auch der besonderen Art) und den damit verbundenen mythologisch/philosophischen Themen und genau das spiegelt das Cover wieder – ich habe eine ruhige unaufdringliche Story erwartet, über die man ruhig auch ein wenig reflektieren darf, und bisher bekomme ich genau das.

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