Kino, Mond und Sterne

Gelegentlich geht unser Team, sozusagen zur privaten Fortbildung, ins Kino – vor allem in Filme, die unsere Männer so ganz und gar nicht interessieren … Dieses Mal haben wir uns Silver Linings ausgesucht.

Nachdem das Wetter passend war und Sonntag abend noch dazu, waren wir – als kleine Besonderheit – beim „Kino, Mond und Sterne“-Open-Air an der Seebühne im Münchner Westpark. Besagte Seebühne ist ein steinernes Amphitheater mit 1.200 Plätzen und besonders angenehm beim „Kino, Mond und Sterne“ ist, dass man sich

(a) sein eigenes Picknick mitbringen kann (nur nicht in Glas- und Porzellanbehältern), sich aber auch prima dort versorgen kann und

(b) nicht irgendwelche kratzigen Decken und dünnen Kissen leihen muss, sondern auch mit seiner eigenen Bestuhlung, Liege, Kissen etc pp auftauchen kann.

Zumindest bei (b) war ich etwas skeptisch, aber es hat alles wunderbar geklappt: Niemand – zumindest in unserer näheren Umgebung – fühlte sich in irgendeiner Form beengt und, gesetzt den Fall, man hatte ein genügend gepolstertes Kissen dabei, konnte es sogar auf dem harten Stein bequem sein.

Picknickmäßig waren wir ebenfalls bestens versorgt, da jede ein paar Kleinigkeiten (Oliven, Schafskäse, Kräcker, Tomate-Mozarrella … ) mitgebracht hatte, dazu stand eine (Plastik-)Flasche Sprizz zur Verfügung – ideal um sich die Zeit zwischen Einlass und Filmbeginn zu vertreiben.

Aber nun auch noch ein paar Worte zum Film: Silver Linings wollte ich eigentlich schon nach der Oscar-Verleihung sehen, da ich es erfrischend fand, dass endlich mal ein Film, den man eher in einem Nischenkino erwartet, belohnt wurde. Ich hatte mich damals zwar nicht sonderlich viel mit der erzählten Geschichte befasst, aber wenn es um „halbrunde“ Charaktere geht, die ein bisschen anders ticken als der Rest, wird es für mich interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar hatte ich in der ersten Stunde etwas Mühe in die Geschichte hineinzufinden, aber plötzlich war ich gefangen.

Ein sympathisches, hervorragend besetzes Schauspieler-Team (allen voran Jennifer Lawrence, Robert de Niro und Bradley Cooper – und zwar in genau der Reihenfolge) erzählt glaubhaft und ohne großes Trara eine kleine Geschichte (nach dem gleichnamigen Roman von Matthew Quick) um zwei psychisch angeschlagene Außenseiter, die sich gegenseitig helfen sich selbst und einander zu finden. Dabei wird immer wieder deutlich, dass auch die sogenannten Normalos so einige Päckchen mit sich herum tragen.

Der Film berührt und hat dabei genug drastische Momente und ebensoviele humorvolle Szenen, dass er an keiner Stelle in Kitsch ausartet.

Ein wirklich sehr empfehlenswertes Filmerlebnis, noch dazu in einer lauen Sommernachtskulisse – davon hätte ich durchaus gerne mehr!

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