Daniel Glattauer, Alle sieben Wellen

„Du musst mir nicht schreiben, wenn dir nicht danach ist. Schreib mir bitte nur, dass dir nicht danach ist, mir zu schreiben, falls dir nicht danach ist. Und falls dir zufällig doch danach ist, so schreibe mir!“

Und dieses Geschwurbel soll nun bitteschön verzaubern und berühren? Und das ganze 222 Seiten lang …  Schöner Titel, schönes Cover – leider stilistisch und inhaltlich noch schlimmer als der Vorgänger „Gut gegen Nordwind“, dem ich seiner Zeit immerhin noch drei LovelyBooks-Sternchen gegönnt habe.

Ich habe mich durchgebissen, durch diese buchstabenverliebte Phrasendrescherei und die vielen sinnlosen „ja“ und „nein“-Nachrichten zum Seitenfüllen und könnte den Hauptfiguren Leo Leike und Emmi Rothner – schon allein die Namen! -, die sich im Sprachstil kaum unterscheiden (man muss andauernd nachlesen, um nicht den Überblick zu verlieren, von wem das gerade aktuelle „ja“ oder „nein“ stammt), ständig die Köpfe aneinander schlagen oder sie mal kräftig durch rütteln.

Nein, das ist weder originell noch spannend und ich fürchte, das ist ein Buch, auf das ich mich sicherlich nie einlassen kann. Ich habe genug Internetbekanntschaften gepflegt – per Mail und im Chat und das zu Zeiten als Chatten noch etwas qualitativ Wertvolles war, aber ein derart irrationales und oberflächliches Geplänkel erzählt zu bekommen ist nahezu ärgerlich.

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