Elke Heidenreich, Kolonien der Liebe

Neun ironische, zärtliche oder melancholische Geschichten über die Liebe in unserer Zeit.

„Kolonien der Liebe“, das sind die zufälligen Orte auf dieser Welt, die, vorübergehend, ein wenig Wärme ausstrahlen, aber es sind auch die Orte, an denen Leid, Hass und Kälte die Liebe totschlagen.

In meinem Englischkurs stellte ich kürzlich die Aufgabe, ein Buch oder eine Geschichte vorzustellen. Eine meiner Teilnehmerinnen wählte eine Kurzgeschichte von Elke Heidenreich und als ich interessiert nachfragte, brachte sie mir die „Kolonien der Liebe“ zur nächsten Kursstunde mit.

Nun ist das Buch ja schon ein paar Tage alt und es hatte mich ehrlich gesagt, nie weiter bekümmert, da ich der Meinung war, die Geschichten wären im Stil von Heidenreichs regelmäßiger Kolumne in einer großen Frauenzeitschrift oder ihrer Figur der „Else Stratmann“ – beides nicht so ganz mein Geschmack.

„Kolonien der Liebe“ hat mich jedoch positiv überrascht: neun Geschichten, die sich am besten mit „bittersüß“ beschreiben lassen. Die „Liebesgeschichten“ finden allesamt kein gängiges Happy End, die Figuren sind aus dem Alltag, krisengebeutelt und etwas depressiv – dennoch versteht die Autorin es bestens ihre Storys und Akteure mit einem kleinen Zwinkern zu präsentieren und gerade das macht sie sympathisch.

Meine persönlichen Favoriten sind „Die Liebe“, „Erika“ und „Das Herz kaum größer als die Leichenfaust“

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